Eindrücke von zwei Tagen re:publica 2010

re:publica 2010

nowhere“ lautete das Motto der diesjährigen re:publica, und die entsprechende Doppeldeutigkeit zeigte sich überall.

Now_here waren irgendwie alle: Umarmungen, Herzlichkeit, Wiedersehen und vertiefte Gespräche allerorten – ein wunderbares Klassenfahrtfeeling der deutschen Twitter- und Bloggersphäre, das die Konferenz an sich oft in den Hintergrund rückte. Manche begnügten sich sogar damit, ganz ohne Konferenzticket nur dem Networking beizuwohnen.

No_where scheint die Richtung zu sein, in die die Konferenz geht. Gerade in Anbetracht dessen, dass es sich nicht unbedingt um ein Anfänger-Publikum in Sachen soziale Medien und Netzkultur handelte, kratzten viele Panels doch sehr an der Oberfläche. Das facettenreiche Programm versprach tiefe Einblicke, viele neue Aspekte und spannende Diskussionen, aber neue Erkenntnisse konnte ich nicht wirklich mit nach Hause nehmen. Mit ihren Vorträgen glänzten Jeff Jarvis, Peter Kruse und Sascha Lobo vor allem deswegen, weil sie einen hervorragend unterhaltsamen Vortragsstil bewiesen…

Mit stark wachsenden Zuschauerzahlen und erhöhter Smartphonedichte hat es das WLAN auch in diesem Jahr nicht geschafft, Bestand zu zeigen, doch auch auf das Handynetz war kein Verlass – so standen Betroffene netz- und auch nutzlos da, wenn in viele Panels kein Einlass mehr möglich war, weil die Räume bereits aus allen Nähten platzten. Einen Poken habe ich nicht mehr gesichtet, aber vereinzelt blitze hier und dort ein iPad auf (diejenigen, die eins auf der Pl0gbar im St. Oberholz am Vorabend der re:publica berühren durften, wirkten wie erleuchtet). Jeff Jarvis „Jimi Hendrixte“ seins allerdings nicht wie angekündigt auf der Bühne, obwohl Johnny Häusler ihm vorsorglich einen Feuerlöscher bereitstellte . Jarvis sah für das iPad keine Verwendung, drehte ein Reboxing-Video und brachte es zurück – wie ernüchternd dies für einige Europäer sein muss, die jetzt noch länger auf ihr neues Spielzeug warten müssen.

Mein Fazit der ersten beiden Konferenz-Tage: Trotz großartiger Organisation und umfangreichen Programm lohnt sich die re:publica eher zum Networken und Tweetup als als Think Tank für bahnbrechende Ideen. Schade, denn sie hätte besseres verdient.

3 Kommentare zu „Eindrücke von zwei Tagen re:publica 2010“

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