TLGG goes SXSW

Tief sitzende Cowboyhüte, blank polierte Krokostiefel und die Hand immer griffbereit am Revers – all das hat Austin nicht zu bieten. Dafür wartet die Hauptstadt des texanischen Bundesstaates mit knallbuntem Hippie-Charme, hinreißenden Bands und seiner Kreativ-Hochburg, der University of Texas, auf.

Digitaler Blick auf digitale Konferenz

Jedes Jahr im März durchlebt Austin einen explosionsartigen Wandel: Wenn über 70.000 Film, Music & Interactive Fans aus 57 Ländern Einzug halten und die Straßen der Innenstadt ameisenartig bevölkert werden, dann öffnet die SXSW ihre Pforten. Wo Twitter einst seinen Launch feierte und heute Facebook, Spotify, Dropbox & Co ihre festen Markenwelten einrichten, haben sich dieses Jahr auch 5 TLGGler unter die Massen gemischt. Im Gewusel von Nerds, Investoren und Agenturmenschen begegneten uns so viele Google Glases Träger wie in Berlin die Schnurbartjungs auf den Straßen flanieren.

In einer schier unendlichen Anzahl an Sessions, Workshops & Events ließen wir uns treiben und inspirieren. Zurück nach Deutschland mitgebracht haben wir z.B. Einblicke zur Transformation unüberschaubarer Datenfluten in händelbare Wissensströme bei der NASA. Tysen, der mit 1 Mio. Facebook Fans begehrteste Astrophysiker aller Zeiten, hat uns mit den Dimensionen und Unwägbarkeiten seiner Projekten im Outer Space kosmisch beeindruckt. Und auch der gute alte Klinsi konnte nicht nur unser Herz erweichen, sondern erhielt für seine Ansichten zu Spielermotivation und Team-Dynamik Standing Ovations.

Christoph in Action

In der Hochburg der deutschen Besucher, dem „German Haus“, konnten wir neben abendlichen Drinks und geschmeidigen Klängen, ein weiteres Highlight verzeichnen: Unser Christoph gab neben drei weiteren Panel-Teilnehmern seine Einschätzung zur Lage der Nation zum Besten. Als Speaker des Spiegel Online Panels „Surviving the jungle: 28 countries, 99 problems – How startups can succeed in the regulatory nightmare that is the European Union“ glänzte er mit mindestens so interessantem Input in der Diskussionsrunde, wie dieser Titel lang ist.

Wer jetzt noch überlegt, ob die SXSW einen Besuch wert ist, dem sei gesagt „Ja, definitiv“. Denn die SXSW ist kein entweder oder neben der NEXT oder der re:publica. Sie ist vielmehr das „da muss ich einmal im Leben gewesen sein“ Ding. In diesem Sinne – Howdy.

Das Team working hard for the money