Movember – TLGG lässt wachsen

Freddie, Dali, Prince und Nietzsche. Was diese Männer gemeinsam haben? Mindestens einen ausgewachsenen Moustache. Und jedes Jahr im November treten Männer in aller Welt ihr Erbe an. 2003 gründeten zwei ziemlich coole Dudes die Movember Foundation, eine Organisation, die das Bewusstsein für Männergesundheit erhöhen und bis 2030 das vorzeitige Sterben von Männern durch Hoden- oder Prostatakrebs um 25% reduziert haben will. Neben Krebsvorsorge steht auch psychologische Prävention auf der To Do-Liste der Foundation. Inzwischen lassen sich jährlich 5 Millionen Männer im November einen Schnurrbart stehen, um darauf aufmerksam zu machen und Spenden zu sammeln. Getreu dem Motto: Grow a Mo, save a Bro.

Die Regeln: Am 1. November wird glatt rasiert und danach hat man bis zum 30. Zeit sich einen stattlichen Moustache stehen zu lassen, jedem, der sich wundert, zu erklären, warum man das tut und im besten Fall eine Menge Geld einzusammeln.

Die Worte „glatt rasiert“ lösten bei TLGG allerdings eine regelrechte Panik aus – Beziehungsenden wurden prophezeit und die Möglichkeit wieder auszusehen wie ein Zwölfjähriger löste ebenfalls keine Begeisterungsstürme aus. Sieben haben sich jedoch gefunden: Vom Projektmanger über Controller bis CEO, vom Vollbart über 3-Tage-Stoppeln bis glatt rasiert – alles ist dabei.

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Doch ganz egal wie lang oder kurz der Bart, für alle gilt das Gleiche: Am 1. November muss der Kahlschlag erfolgt sein. Und so erschienen an Tag 1 immerhin fünf Männer mit babypogleichem Gesicht. Die verbleibenden Zwei haben natürlich ebenfalls mitgezogen, waren aber im Sinne des Kunden unterwegs – schließlich wird hier auch gearbeitet. Richtig wohl schien sich mit dem fehlenden Bart allerdings keiner zu fühlen. Man munkelt, es seien sogar Tränen geflossen.

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Die Lage zur Halbzeit: Romans Schnubbi ist über die Agenturtüren hinaus berühmt und berüchtigt. Dass ausgerechnet der Mann den vorzeigbarsten Schnurrbart hat, der konsequent glatt rasiert, hätte außer ihm wohl auch keiner erwartet. Christoph ist so engagiert dabei, dass er sich passend zum Oberlippenbart auch direkt eine neue Frisur zugelegt hat – das nennen wir Commitment! Und alle anderen stutzen und zwirbeln fröhlich, und sind vermutlich froh, dass auch das Bisschen Bart zeigt, dass man die Pubertät bereits hinter sich gebracht hat.

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30 Tage sind herum. Wir ziehen Bilanz. Sieben Milchgesichter sind angetreten, sieben Männer mit Bärten haben es durchgezogen. Am Ende des Movembers blickt die Agentur auf stattliche Schnurrbärte und auf kleine und große Anekdoten aus vier Wochen Schnurrbartzucht.

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Nicolas stellte zwei Tage vor Ende des Movembers fest, dass er sich gar nicht auf der Movember-Teamseite angemeldet hat. Was er nicht weiter schlimm fand, da es ihm eh vor allem um lustige Fotos und Bart-Bonding ging.

Roman, der Bärtige. Held aller Movembermembers. Mehr muss nicht gesagt werden.

Teamkapitän Simon ist von der TLGG-Power tief beeindruckt. Designer, Konzepter, Strategen – alle haben sich zusammen getan, um das bestmögliche aus dem Projekt herauszuholen. Und herum gekommen sind 302 € Team-Spenden für die Movember-Foundation und eine Menge Aufmerksamkeit für die gute Sache.

Christoph musste, seitdem der Schnurrbart sichtbar war, immer zehn Minuten mehr für Meetings einplanen, in denen er das Konzept hinter seiner neuen Gesichtsbehaarung erklärte.

Martin bekam nach einem Lunch-Date folgende Facebook-Nachricht: „Ich wollte es dir eben nicht sagen, aber jetzt, wo ich weiß, dass es für einen guten Zweck ist: Sieht echt scheiße aus.“ – <3

Marcels Familie hat fleißig gespendet – allerdings nur unter der Bedingung, dass der Bart danach sofort wieder entfernt wird. Wurde tatsächlich eingehalten. Dennoch hat er seine Faszination für den „Mustage“ (M. Maas) entdeckt und stellt die Sache bald in einem Round-Table vor.

Und Rafael bemerkte die zunehmende Aufmerksamkeit der Frauen und glaubte erst, dass wohl sein Alter ihn schlicht attraktiv macht. Oder ist es doch der Bart? Und sind das wirklich bewundernde oder vielleicht irritierte Blicke?

Haarige Angelegenheit, gute Angelegenheit. Das machen wir nächstes Jahr wieder.

© Fotos: Marlena Fiestelmann