Ein Player wie wir: eine Native App für 104.6 RTL

TLGG kann Apps. Und wir freuen uns sehr, das auch einmal beweisen zu können. Es ist nun nicht so, dass wir dafür Preise, Ruhm oder die beste App-Store-Rezension aller Zeiten erwarten würden. „TLGG – Wir können auch Apps“ hat als Alleinstellungsclaim ja schließlich – kurz mal im Kalender blättern – so ungefähr drei Wochen vor unserer Gründung seinen Glanz verloren.

Mit der mobilen App für 104.6 RTL haben wir aber doch eine App für 104.6 RTL entwickelt, die nicht einfach nur eine App für 104.6 RTL ist, sondern eine ausgesprochen TLGG-stämmige App für 104.6 RTL. Soll heißen: eine, die der Grundstein für mehr sein kann, ein erster Schritt der digitalen Transformation eines der erfolgreichsten Berliner Radiosender.

2014 hatten wir uns schon einmal mit der RTL Radio Center Berlin GmbH getroffen, um über die Zukunft des Radios zu sprechen. Es ging natürlich ums Streaming, um individualisierte Sender, um kuratierte Playlisten, um neue Anbieter und Lizenzmodelle und eben darum, was das mit der Radiolandschaft und all ihren Bewohnern macht. Nur ein Jahr später hat der Einstieg von Apple ins Musikstreaming und auch ins Radiogeschäft gezeigt, dass Digitalisierung auch über das Ende des terrestrischen Empfangs hinaus von Bedeutung für die Anbieter von Hot AC ist.

Wir hinterließen damals genug Eindruck, um 2015 als idealer Ansprechpartner für den Relaunch der mobilen App des Radiosenders zu gelten. Und so begannen wir gemeinsam mit Verantwortlichen des Senders mit dem ersten Schritt einer jeden guten Neukundenbeziehung: Mit einem Workshop.

Mindmap RTL

Was kann die App? Was soll die App? Was darf die App? Was muss die App? Warum die App? Wie viel Innovation soll drinstecken (möglichst viel) und wie viel Mehrwert soll sie ihren Nutzern und Nutzerinnen bieten (allen Mehrwert)? Und schließlich: wie wird die App?

Vor allem bei der Antwort auf die letzte Frage war recht schnell klar, dass sich TLGG als Appfabrik erst einmal mit einem „ganz grundlegend“ beweisen muss. Verstehen wir, klar, auch Marty McFly brauchte erst einmal einen Führerschein.

Ein frühes Wireframe-Beispiel

Die Version 1.0 der App haben wir gemeinsam mit dem Codeteam von Cosmocode umgesetzt, die für die gesetzten Features individuelle Lösungen erarbeiteten und durchaus auch ein bisschen zauberten. Neben dem komplett nativen Aufbau der Android- und der iOS-App, der eigenen Sharing-Lösung und der manuellen Umsetzung der Metadatenverarbeitung beeindruckt uns der modulare Charakter des Frameworks. Dieser nämlich erlaubt es uns, Features und Analysetools nachzurüsten, ohne noch einmal den Grundcode der App anfassen zu müssen. Denn wie gesagt: Wir sehen hier einen Grundstein.

Die RTL Radio Center Berlin GmbH wiederum schätzt den Whitelabel-Charakter der Software, die mit wenigen Handgriffen an die anderen Sender der Gruppe angepasst werden. Unsere Arbeit bald auch bei The Wave, JAM FM und Spreeradio: da freut sich die ganze Familie!

Wir haben hier also eine Streaming-App mit Social-Media-Integration, mit individuell entwickelter Metadaten-Auswertung, mit Monetarisierungsmöglichkeiten (Partnerlinks, Werbemodule), mit Wecker und mit Schlaffunktion. Sieht dank des hochwertigen Inputs von New Now gut aus, wechselt – das Auge hört mit – von Song zu Song die Farbe, funktioniert, hat Potenzial.

Was ist wichtig bei der Radio-App

Ja, Potenzial. Das sehen wir etwa für die Bestückung mit exklusivem Content – Hintergrundinfos, redaktionelle Begleitung, letztlich sogar exklusive Musik und Content-Formate. Auch die weitere Personalisierung des Radiohörens – als Spagat zwischen klassischem linearen Radiohören und der hochindividualisierten Streaming-Gegenwart – ist möglich und sinnvoll. Soziale Netzwerkmechaniken, Gamification und Anreizsysteme: der Grundstein ist da. Wir freuen uns auf die nächsten Schritte.

Die beste App-Store-Rezension aller Zeiten aber, die heften wir uns jetzt schon an die Brust. Danke, Pulsnitz Apper!

Die beste Appstore-Rezension: Welches ist dein Lieblings-Emoji?